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start:2_tr6:kupplung

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Kupplung

Geberzylinder

Nachdem mein Kupplungsgeber nach dem Kauf so aussah:

Hab ich mich natürlich der Kupplung angenommen…Die funktionierte, war aber schwergängig… Grund hierfür war ein „zu großes“ Ausrücklager…was zudem noch auf dem letzten Loch „pfiff“…

Geberzylinder gibt´s zwei verschiedene Größen: mit 0,75 Inch (bis 1970) und 0,7 Inch (ab 1970) Bohrung Kleinere Bohrung verändert das Übersetzungsverhältnis zum Nehmerkolben → Leichter zu treten

Update siehe unten….

Ausrücklager

Es gibt - nach meinem Kenntnisstand - aktuell drei Varianten an Ausrücklagern zu kaufen: Bastuck, Limora, Original

je weiter innen das Lager auf die Zungen des Automaten drückt, desto einfacher läßt sich das Pedal treten.

„uprated“ Bastuck-Lager: Bei dem mir geliefertem fehlte eine „Mitdrehsicherung“ der Gleithülse..hab ich Nachgerüstet (2mm Spannstift)

„uprated“ Limoralager: hat den kleinsten Innendurchmeser der Drei kann aber je nach Kupplungszustand und verwendetem Geberzylinder (0,7„) und Zustand der Reibscheibe zu Problemen beim auskuppeln führen, weil die Lamellen zu wenig weg machen und die Kupplung nciht mehr trennt. Bei meinem Limora-Lager hat das Lager den gleichen Innendurchmesser wie das „Gleitstück“, was auf dem Flansch sitzt → Flansch wird durch Kupplungsstaub abgenutzt → Schlecht

„original“ hat den größten Durchmesser → Läßt sich am schwersten Treten, dafür ist man auf der „sicheren Seite“

Geber

Frühe Modelle hatten einen Kolbendurchmesser von 0,75“ spätere eine von 0,7„ was das Treten erleichtert, aber den Weg verkürzt

Nehmerzylinder

Man sollte immer den Arbeitspunkt des Nehmerzylinders beachten: Aktuell von den Teilehändlern gelieferte Modelle entsprechen schon mal gerne nicht den Originalmaßen…. Der Abstand Befestigung / Vorderkante stimmt schlicht nicht, wodurch der Kolben vorn raus gedrückt werden kann, da auch ein Anschlag fehlt…

Oben original, unten von L. aus B. geliefert…Man erkennt den unterschiedlichen Sitz der Befestigungslasche

Ich hab´s dann mit ner zusätzlichen Mutter „Ausdistanziert“ und - natürlich - mit dem Entlüfternippel nach oben montiert

Alternativ kam der Tip: Es gibt unterschiedlich lange Druckstangen…mit einer längeren oder einstellbaren (wie für den TR4) kann man dem Problem auch begegnen…

Kupplungsautomat(-en)

Links Borg&Beck, rechts zwei mal Laycock

Von Werk ab wurden zwei verschiedene Automaten verbaut: Vergaser bekamen Borg&Beck (mit weniger Federkraft), TR5 & TR6 PI Laycock mit höherer Federkraft…Letztere können somit mehr Drehmoment übertragen, sind aber schwerer zu treten… ab 140PS/200Nm würd ich zu Laycock raten oder bei Sachs in´s Regal greifen: Hier gibt es Automaten/Ausrücklager Kombi für Saab 900 turbo, die passen, sich leicht treten lassen und wohl die Leistung vom PI übertragen bekommen. (selber nie verwendet)

Schwergängig

Zum richtigen „Übersetzungsverhältnis“ der Hydraulik hab ich oben schon geschrieben: Durchmesser Ausrücklager und größen Geber-/Nehmerzylinder

Ein weiterer Grund für eine schwergängige Kupplung kann ein nicht richtig ausgerichtetes Getriebe sein:

Im Werkstatthandbuch ist leider nicht erwähnt, das man an den markierten Stellen mit Paßbolzen arbeiten muß, wenn man das Getriebe wieder montiert, um eine genaue Ausrichtung zu erlangen. Ansonsten versucht sich das Ausrücklager immer zu zentrieren und ruckelt dann nach kurzer Zeit beim Kuppeln nur noch über die Getriebeachse… Sind übrigens die gleichen Paßbolzen,mit denen auch die Kardanwelle verschraubt wird….kann man sich also da „leihen“…

Fazit

Aktuell bin ich mit 0,7“ Geber und originalem Lager in verbindung mit einem Laycock Automaten unterwegs. Standardreibscheibe..

Evtl. bau ich noch mal auf das Bastuck Lager um.

start/2_tr6/kupplung.1782031840.txt.gz · Zuletzt geändert: von peter